Protest des Heimatpflegevereins Eppan, gemeinsam mit Umweltgruppe Eppan, gegen die ästhetische Verunstaltung der Kellerei St. Pauls!

 Im Zuge der Überarbeitung des Durchführungsplanes der „Gewerbezone Kellerei St. Pauls“ wird das Bauprojekt der Kellereigenossenschaft St. Pauls indirekt vorbehandelt.

Wesentliches: Die Gestaltung des Anbaues eines Turmes mit aufgesetztem Raum mit einem Fenster nach Süden und Zugangsbrücke vom Dachboden des Haupthauses aus ist bedenklich, weil die Funktion dieser Architektur nicht erkennbar ist. Das Hauptgebäude selbst ist im interessanten historistischen Stile erbaut. Gleichzeitig soll der beliebte Versammlungspavillon gegenüber dem Arkadenfriedhof abgerissen und einem straßenseitig fensterlosen Turm weichen. In der unmittelbaren Umgebung befinden die denkmalgeschützten Bauten, Kloster Mariengarten und der bedeutende Renaissancefriedhof. Baudenkmäler genießen einen indirekten Ansichten –und Ästhetikschutz, wenn Zubauten oder Änderungsbauten im direkten Umfeld getätigt werden. Denkmalschutz und Landschaftsschutz haben bekanntlich den rechtlichen  Vorrang vor den Regeln der Urbanistik und sämtlichen Nützlichkeitsüberlegungen. Der geplante Aus-und Umbau verletzt nach allgemeiner Überzeugung die ästhetische Sicht und die Würde der umliegenden Baudenkmäler.

Die Baukörper beeinträchtigen eindeutig das traditionelle, geschätzte Dorfbild des so bekannten Weindorfes St. Pauls. Weinwirtschaft ist keine Industrie und braucht zur Werbung und zum Imageaufbau keine Architekturanleihen dieser anderen Sparte. Die ästhetische Verunstaltung können die Mitglieder der Kellerei selbst verhindern und dies im eigenen und auch im öffentlichen Interesse unseres Heimatdorfes.

Kellereiprojekt